Pegida pro Integration

Mit ziemlichem Unverständnis verfolge ich die PEGIDA-Demonstrationen in Dresden und frage mich, wie ich in meinem kleinen, behüteten Soest damit umgehen soll. Hinfahren und dagegen demonstrieren fällt wohl einigermaßen Flach, für solche Touren ist mir das Geld einfach zu schade.

Was also tun? Ich habe mich an die Aktion „Rechts gegen Rechts“ von Exit erinnert, wo ein Naziaufmarsch einfach in einen unfreiwilligen Spendenlauf umgewandelt wurde. Geniale Sache. Warum also nicht den PEGIDA-Märschen einen ähnlichen Drall geben?

Also habe ich mich in Soest umgeschaut, um eine förderungswürdige Aktion zu finden, die ganz klar pro Flüchtlinge und pro Integration ist. Kurz zuvor gab es erfreulicherweise einen Aufruf des Vereins „Integration & Kultur Soest e.V.“, und ich habe mich lange mit der Schatzmeisterin Brigitte Sehmi, die schon jetzt sehr sehr viel ehrenamtlich für die Flüchtlinge auf die Beine stellt, unterhalten.

Der Verein sammelt Geld, um Helfer auf Honorarbasis einzustellen welche sich um die Flüchtlinge kümmern – also mit ihnen zum Beispiel zu den Ämtern und Ärzten gehen und sie generell mit unserer Kultur vertraut zu machen. Hier werde ich helfen, und zwar in Abhängigkeit der PEGIDioten: Pro Tausend Demonstranten Montags in Dresden werde ich Dienstags morgens einen Euro für die Integrationsarbeit spenden. Am heutigen Dienstag, den 13.01. habe ich also 25 Euro überwiesen.

Es wäre sehr schön, wenn diese Aktion Schule machen würde. Wenn sich das möglichst viele Leute zum Vorbild nehmen. Sucht euch unterstützenswerte, integrative Projekte für Flüchtlinge in eurer Stadt und spendet einen Euro für Tausend Demonstranten (oder auch mehr, wenn ihr könnt).

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