Fragebogen von Hellwegradio

Ich habe einen Fragebogen zu meiner Bürgermeisterkandidatur von Hellwegradio bekommen. Hier mal meine Antworten:

Fragebogen zur Kommunalwahl

Name: Sven Sladek

Partei: Piratenpartei

Geburtsdatum/-Ort: 19.10.1970 in Essen

So verbringe ich meinen Feierabend: Sofern ich einen Feierabend habe, den es zu verbringen gilt (ich bin sehr umtriebig, was meine Parteiarbeit angeht) treffe ich mich so oft es geht mit Freunden. Ganz selten komme ich noch zu einem meiner beiden Hobbies: Dem Modell-Motorsport (Slotracing, vulgär auch Carrerabahn genannt :-)) und dem Computerspielen, vor allem Rollen- und Rennspiele. Man merkt, ich bin ein Autofreak.

Mein Weg in die Politik: Ich war bis 2009 relativ unpolitischer Wechselwähler, seit Schröder enttäuschter Nichtwähler. Mit dem ersten Hype der Piraten habe ich festgestellt, wie einfach es mir als PC-Nutzer es fällt, mich dort aktiv einzubringen und Dinge zu gestalten. Ich war bereits vorher schon ein großer Freund des bedingungslosen Grundeinkommes und habe gesehen, dass die Piratenpartei diese Position aufnimmt und massiv daran gearbeitet hat. Also bin ich eingetreten und habe geholfen, die sozialpolitische Komponente der Piraten mit zu gestalten.

Ich kandidiere, weil…. mir Soest einfach am Herzen liegt. Ich habe die Stadt mitte der Neunziger Jahre kennen und lieben gelernt. Es hat mir hier so gut gefallen, dass ich mit Unterbrechungen im Westerwald, in Berlin und im Brandenburgischen hier her gezogen bin. Immer wieder zieht es mich in die Wälle, in die historische Altstadt und zur Allerheiligenkirmes. Ich habe mich in diese Stadt verliebt, sie ist etwas ganz besonderes. Und es ist eine Schande zu sehen, wie sie zur Beliebigkeit verkommt und wie Menschen aus dem Süden systematisch ausgegrenzt werden.

Damit kann man mir eine Freude machen
Dazu fällt mir so spontan nichts ein. Überrascht mich mit etwas positivem und unerwarteten.

Dieses Wahlversprechen halte ich garantiert ein: Ich werde mich nicht verbiegen lassen und immer der normale Typ von nebenan bleiben. An Mauscheleien mag ich mich nicht beteiligen und werde, soweit mir dies möglich ist, immer den Dialog mit den Bürgern suchen bevor irgend etwas beschlossen wird.

Bei Polit-Sendungen im Fernsehen…: Schalte ich normalerweise ab. Solche verbalen Schaukämpfe sind mir zuwieder, ich bin Pragmatiker und Arbeite lieber im Hintergrund.

Bebauungspläne zum Modezentrum verwerfen

Warum ich telefonieren zum kotzen finde

Der eine oder andere mag es ja schon mal mitbekommen habe, ich telefoniere nur äusserst ungern. Ich möchte hier mal erklären, warum ich das klassische Telefonieren für überholt halte und es durch boykott gern aussterben lassen würde.
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Wahlprüfsteine der Initiative “Gesundheit wählen”

Ghetto wird mit Glitzer überzogen

Die Soester Südost-Siedlung bekommt gerade einen neuen Anstrich. Vorbeifahrende Soester freuen sich, hat das Aussehen der Siedlung mit den Jahren dann doch ein wenig gelitten. Die Anwohner jedoch, und diejenigen, die sich näher mit den Gegebenheiten der Siedlung auseinandergesetzt haben, können nur fassungslos den Kopf schütteln. Die Schlichtwohnungen in der Südosiedlung sind extrem schlecht isoliert und haben nicht mal eine Heizung – wer dort wohnt, muss sich selbst einen Gasofen mitbringen oder eben elektrisch heizen. Dafür sind sie günstig – jedenfalls die Kaltmieten. Wenn man die Nebenkosten sieht, welche die Anwohner dort berappen müssen, wird einem schlecht.
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Abgeordnetenwatch-Thesen

Abgeordnetenwatch befragt gerade alle Kandidaten mit einigen Thesen. Ich stelle meine Antworten hier schon mal zur allgemeinen Erheiterung zur Verfügung. Wer mag, kann mir übrigens auf Abgeordnetenwatch auch eigene Fragen stellen ;-)
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Welches Plakat?

experimente

Hiho,

mit Hilfe meines Kumpels der nach Thailand ausgewandert ist habe ich nun 3 Plakatentwürfe: Weiterlesen

Zum gestrigen 1. Mai

Olaf Wegner, MdL, schrieb zum 1.Mai:
„Am 1. Mai würdigen wir die arbeitenden Menschen als Teil der Wertschöpfung innerhalb unserer Gesellschaft. Doch sollten wir uns heute überlegen, ob das noch zeitgemäß ist. Früher war selbstverständlich, dass Arbeit gesellschaftliche Teilhabe bedeutet und dass die menschliche Arbeit für die Wertschöpfung unabdingbar ist. Heute übernehmen Maschinen einen Teil unserer Arbeit. Sollten Menschen dadurch von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen sein? Wäre es heute nicht angebrachter, den Tag der gesellschaftlichen Teilhabe zu feiern? Schließlich sollte es uns nicht darum gehen, Arbeit zum Selbstzweck zu erklären.

Alle Menschen – egal, ob mit oder ohne Arbeit – sollten die gleichen gesellschaftlichen Möglichkeiten haben. Dazu ist es unabdingbar, neue Konzepte wie das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) zu entwickeln. Als BGE würde jeder Bürger vom Staat eine gesetzlich festgelegte und für jeden gleiche finanzielle Zuwendung erhalten – unabhängig von seiner wirtschaftlichen Lage. Dafür muss er keine Gegenleistung erbringen.
Warum sollen Menschen Arbeit verrichten, die genauso gut von Maschinen erledigt werden kann? Den Mehrwert, den eine Maschine erwirtschaftet, soll sich aber nicht ausschließlich der Firmeninhaber einstecken dürfen. Sonst werden ihm irgendwann die Kunden ausgehen, weil sie sich seine Produkte nicht mehr leisten können. Das würde zum Zusammenbruch unseres Systems führen. Ein an jeden Menschen ausgezahltes Einkommen ist ein sinnvolles Mittel, um alle Menschen am gesellschaftlichen Wohlstand teilhaben zu lassen.“

Dem schließe ich mich an.

Der Nicht-Vorstand

In den letzten Tagen ist viel passiert. Viel dummes, was so nicht hätte sein müssen. Gelegen hat es an mit Arbeit überfrachteten Vorständen die viel machen und denen dabei nun mal auch Fehler unterlaufen. Und einer viel größeren Menge von Piraten, die quasi dazu verdonnert sind, dabei zusehen zu müssen. Und denen das nicht passt.

Warum machen wir das nicht andersrum? Es gab im LV schon mal eine recht gut funktionierende AG Verwaltung, mittlerweile findet die sich nur leider noch im Archiv. Es gibt eine vitale AG Technik, es gibt eine vitale AG Öffentlichkeitsarbeit, es gibt eine AG Werbemittel, es gibt eine AG Events. Warum also sollte die ganze Arbeit am Vorstand haften bleiben?

Schauen wir uns doch mal an, was der Vorstand so macht. Abstimmung darüber ob der PShop und der Feuerwehrverband einen Stand haben dürfen auf dem LPT. Geschenkt, kann man im Liquid abstimmen. Presseberater für die Listenkandidaten. Soll sich die ÖA und die Listenkandidaten selbst drum kümmern. Demos gegen Bestandsdaten. AG Events. Mumbleserver NRW. AG Technik. Auskunft Finanzmittel KV – hier müssten man eine neue AG gründen, ich nenn sie mal AG Finanzen. Aufnahme neuer Mitglieder – auch neue AG Mitgliederverwaltung. Einrichtung Postfach – AG Finanzen. Warum kümmern wir uns um sowas überhaupt? Völliger Unsinn.

Jeder dem irgendwo der Schuh drückt kommt zum Vorstand. Warum ist das so? Wollten wir nicht anders sein, selbstorganisiert, mit dem piratigen Mandat ausgestattet?

Alles in allem könnte man die gesamte Tagesarbeit auf Arbeitsgruppen umlegen, noch ein paar dazu gründen und fertig ist der Lack. Einladungen zu Mitgliederversammlungen, wenn das kein Büropirat oder KV machen kann, dann könnte das auch eine AG Mitgliederverwaltung erledigen. Streitereien an einem Stammtisch die eskalieren? Jo, AG Shitstorm anrufen, für den Antrag auf eine Ordnungsmaßnahme die AG Recht.

Entscheidungen könnten allesamt im Liquid gefällt werden. Anfragen müssten von einer Arbeitsgruppe entsprechend sortiert und in die AGen gekippt oder im Liquid eingestellt werden. Alles, wozu man dann noch einen Vorstand benötigen würde wäre abnicken. Und wenn es dann irgendwo klemmt muss sich eine AG eben vergrößern oder die Arbeitsweise ändern.

Ich will also künftig am liebsten einen Vorstand, dessen einzige Aufgabe es ist, vorgefertigte und durchgestimmte Anträge abzunicken, ohne Diskussion. Am besten sollte dieser nicht mal in einer der AGs tätig sein. Dann braucht auch keiner mehr schimpfen.

Mein Listenplatz

Ich fühle mich derzeit von Tag zu Tag elender. Ich weiß das es alles unglaublich klingt für euch, vermutlich würde ich die Geschichte auch nicht glauben wenn ich sie nicht selbst erlebt hätte. A denkt B kümmert sich, B denkt A kümmert sich und alle anderen denken B oder A kümmern sich. Passieren tut nichts, der Vorfall steht im Raum und schlußendlich haben wir in Gänze versagt.

Als Vorstandsvorsitzender trage ich die Last der politischen Verantwortung, die ich aber gern auf mich nehme. Es wurden Rufe nach einem Rücktritt laut, dazu habe ich im vorigen Post schon was geschrieben. Wir müssen irgendwie arbeitsfähig bleiben. Wie einfach wäre es jetzt zurückzutreten, glaubt es mir bitte. Wer denkt das so ein Vorstandsamt irgendwie eine Ehre und was ganz tolles sei, der ist eh in der falschen Partei.

Zum Rücktritt von der Landesliste habe ich mich bislang nicht geäußert, obschon ich den Ruf danach überdeutlich vernommen habe. Nun, ich brauch da nicht groß zurückzutreten. Aber wenn mich jemand fragt, ob ich die Wahl annehme, werde ich antworten was ich vielleicht schon vor längerer Zeit hätte antworten sollen:

Nein, ich nehme die Wahl nicht an.

UPDATE für einen der das ganze als Eiertanz sieht: Ich trete von der Liste zurück. War das deutlich genug? Oder soll ich das ganze noch nackt vor einer Kamera tanzend singen?