Leserbrief: Überwachung ist keine Lösung

In Großbritannien gehen die Menschen auf die Straße. Es kommt zu dramatischen Zerstörungen mit Plünderung und Raub. Die aktuellen Berichte und die Leserbriefe im Soester Anzeiger zur Videoüberwachung in Soest möchte ich, als Vorsitzender der Piratenpartei Soest, umgehend kommentieren.

Herr Gröschler von der “Bürgergemeinschaft Soest” soll wissen, dass Großbritannien seit Jahren weltweit an der Spitze der flächendeckenden Videoüberwachung steht. Schauen wir also alle gespannt, wo das hinführt: Kriminalität filmen bringt meiner Meinung nach rein gar nichts. Soziale Probleme lassen sich nicht mit Repression und Überwachung bekämpfen. Im Gegenteil. Es gibt Gewalttäter, die sich magisch von der Kamera angezogen fühlen, dann erst recht “die Sau rauslassen”.

Dass die FDP dieser Video-Dauerüberwachung zustimmt, ist eine Lachnummer ohnegleichen, denn damit entfernen sich die Freidemokraten wieder einen weiteren Schritt von ihren bürgerrechtlichen Wurzeln.

Auch das angedachte Glasflaschen-Verbot ist sinnlos. Nächtens wird es möglicherweise nicht mehr klirren, dafür aber klappern. Dosenbier ist bereits jetzt rund um das City Center am Bahnhof erhältlich. Nach einem Flaschen-Verbot wird es Dosen sicherlich auch an den Kiosken geben. Es fliegen also wieder mehr Dosen durch die Gegend, so wie früher auch. Das können wir uns dann vermutlich bald in Hamm anschauen.

Soziale Probleme lassen sich nicht mit Verfolgung und Überwachung bekämpfen. Das muss die Politik in Soest endlich begreifen!

Ein Kommentar zu “Leserbrief: Überwachung ist keine Lösung”

  1. Sandra sagt:

    Eben!
    Wir kommen sonst der düsteren Vision aus diversen bekannten Büchern und Filmen immer näher.Ich möchte nicht in einer solchen Welt leben,in der ich überall ohne mein Einverständnis gefilmt werde.
    Das macht eine angstvolle Atmosphäre,und Angst führt bekanntlich nie zu etwas Gutem.

Was denkst du?