Bebauungspläne zum Modezentrum verwerfen

Es ist doch nicht zu fassen. Da klagen fast alle Anwohner gegen den Mega-Bau des Modezentrums Kress, die Gerichte geben den Klägern recht und bescheinigen der Verwaltung, wesentliche Dinge wie die Verkehrsprobleme und die Lärmbelästigung nicht hinreichend bedacht zu haben. Und was macht Herr Kress und Herr Ruthemeyer daraus? Ach, ja, ist ja nur ein Formfehler, kein Problem, machen wir das halt noch mal neu.

Glauben die Beteiligten denn, die Anwohner beschweren sich darüber dass mehr Sorgfalt in der Bauplanung walten solle? Das kann doch niemand ernsthaft in Erwägung ziehen. Hier wird gegen den Willen der Anwohner, derjenigen, die dort einkaufen sollen und die gefälligst auch den passenden Bürgermeister zu wählen haben, offen agiert. Der Aspekt des Imageverlustes muss Ihnen doch mal in den Sinn kommen, meine Herren! Sie planen und regieren hier offen gegen den Bürgerwillen, gegen diejenigen, die ihren Größenwahn letztlich mit einer Einschränkung ihrer Lebensqualität bezahlen müssen. Gegen diejenigen, die sie ein mal gewählt haben, und gegen diejenigen, die Ihre Hemden kaufen sollen.

Warum muss es ein großer Neubau sein? Jeder, der einigermaßen bei Verstand ist, weiß, dass dieses Modezentrum floppen oder die umliegenden Geschäfte nachhaltig beschädigen wird. Und dann? Dann haben wir entweder ein großes, leer stehendes ehemaliges Modezentrum oder 2-3 kleinere, leer stehende Modegeschäfte in Soest mehr.

Lieber Herr Kress, bitte überdenken Sie Ihre Pläne und werfen Sie einen blick auf das Citycenter am Bahnhof. Dort ist ein riesiger Leerstand, den Sie mit Leben füllen können. Zusammen mit Ihren anderen beiden Geschäften in Soest sollte dies doch vollkommen ausreichend sein, und alle freuen sich das dort wieder etwas Leben einzieht. Auf dem alten Finanzamtsgelände könnte man indes einen schönen Parkplatz mit angeschlossenem Park planen, ich bin mir sicher dass da niemand etwas gegen hat. Damit wäre doch allen geholfen. Möglicherweise kommt auch die Stadtverwaltung einmal zur Besinnung und denkt aktiv über einen Bauderzenenten nach, um die Masse der handwerklichen Fehler in ihren Bebauungsplänen endlich mal zu reduzieren. Noch besser wäre freilich, einfach keine Bebauungspläne mehr gegen den Willen der Bürger durchzuführen. Wo kein Kläger, da kein Richter.

Was denkst du?